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Neuinterpretation

Jedes digitale Foto ist nur eine bestimmte Repräsentation der Wirklichkeit nach den Regeln der jeweiligen Software, die das Bild bearbeitet hat. Die meisten verlassen sich in der Regel auf die kamerainterne Software, welche in heutigen Kameras und Smartphones schon sehr gute Arbeit leistet. Allerdings entspricht diese Repräsentation nicht immer der Wirklichkeit, wie sie der Fotograf gesehen hat oder gerne sehen würde. Hier kommt die Interpretation und die Möglichkeiten zur Interpretation zum Zuge. Schon als ich mich mit dem Thema Fotografie auseinanderzusetzen begann, legte ich für mich fest, dass ich im RAW-Modus fotografieren werde. Dies bedeutet, ich habe alle Möglichkeiten meine eigene Interpretation der Wirklichkeit darzustellen, da die Software der Kamera das Bild so lässt, wie es aufgenommen wurde. Das sieht jedoch von Haus aus ziemlich flau und unscharf aus. Da ich kein Profi bin und das mein Hobby ist, versuche ich mich natürlich hin und wieder öfter daran, ein Bild verschieden zu interpretieren und das Rohmaterial unterschiedlich zu bearbeiten. Ein Ergebnis dieses iterativen Prozesses ist folgendes Bild, welches ich schon im ersten Beitrag gezeigt habe. Es kommt meiner Vorstellung der Wirklichkeit ziemlich näher, als die andere Version und zeigt, welche Möglichkeiten in RAW-Dateien schlummern.

Das Blaue Wunder am Abend von der Mündung des Loschwitzbachs in die Elbe. Auf der linken Seite sieht man am Ufer den Schillergarten und im Hintergrund unter der Brücke hindruch zwei der drei Elbschlösser in Dresden.
Das Blaue Wunder am Abend von der Mündung des Loschwitzbachs in die Elbe. Auf der linken Seite sieht man am Ufer den Schillergarten und im Hintergrund unter der Brücke hindruch zwei der drei Elbschlösser in Dresden.

Neuanfang

A good photograph is knowing where to stand.

Dieses Zitat stammt von Ansel Adams, einem der bedeutendsten Landschaftsfotografen der Geschichte. Dies soll auch gleich die Einleitung für mein neues Fotografie-Blog werden, in dem ich über mein aktuelles Lieblings-Hobby berichte. Basierend auf der Erkenntnis, die sich aus obigem Zitat ergibt, zeige ich zum Beginn ein Foto des weltbekannten blauen Wunders in Dresden. So wird die Loschwitzbrücke aufgrund ihres blauen Anstrichts im Volksmund genannt und dort machte ich kürzlich diese Langzeitbelichtung am Abend zur blauen Stunde. Der Ort der Aufnahme ist die Mündung des Loschwitzbachs in die Elbe und zeigt, dass der Standpunkt beim Fotografieren eine enorme Rolle spielt.

Blaues Wunder & Elbschlösser
Blaues Wunder & Elbschlösser