Sonnenuntergänge

Sonnenuntergänge sind ja so ein Evergreen der Fotografie. Landschaften am Tage in ein Bild zu packen ist wenig reizvoll, wenn es wie derzeit jeden Tag allerbestes Sonnenscheinwetter gibt. Die Hitzewelle hat Deutschland ja fest im Griff und man kommt ja auch nicht immer gleich zum fotografieren, sollte doch mal ein Wolkenband durch’s Land ziehen. Deshalb bleibt einem ja fast schon nichts anderes übrig, als dem einfachen Weg in die goldene Stunde vor dem Sonnenuntergang zu folgen um der Landschaft auch etwas Tiefe oder auch interessantere Farben zu verleihen.

Meine aktuelle Motivation und Lust an der Fotografie trieb mich deshalb mal wieder in die Sächsische Schweiz. Vor kurzem war ich nämlich mal wieder seit einiger Zeit allein mit meiner Frau wandern und bei der Anreise zum Startpunkt in Lichtenhain fiel mir eine schöne Hügelkette mit Blick auf die Gipfel im Elbsandsteingebirge auf. Diese wollte ich mir fotografisch natürlich nicht entgehen lassen und so entstanden diese beiden Bilder.

Liliensteinblick
Der Lilienstein und die Festung Königstein von Lichtenhain aus gesehen. 50mm, f/11, 1/50s, ISO 400
Hutbergblick
Blick auf den Hutberg nördlich von Lichtenhain. 50mm, f/11, 1/80s, ISO 400
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Ein Star für kurze Zeit

Das Leben hat mich voll im Griff und deshalb komme ich derzeit kaum zum Fotografieren, geschweige denn Fotos nachzubearbeiten oder mich mit diesem Hobby in irgendeiner Art zu beschäftigen. Das fotografische Auge verlässt mich zwar nie und ich suche auch im Alltag immer wieder nach Motiven, doch dazu die Kamera zu schnappen und los zu ziehen, dazu kann ich mich derzeit schlecht motivieren. Deshalb ist hier  in meinem Blog derzeit auch wenig los, denn Hausbau, Vollzeit-Job, der Lehrer-Beruf meiner Frau und  unsere zwei Kinder fordern ihren Tribut.

Doch manchmal muss man seinen inneren Schweinehund links liegen lassen. Dieses Mal erforderte dies einen zweistufigen Anlauf. In der ersten Phase schaffte ich es, mich in die März-Kälte im Erzgebirge zu begeben. Dort wartete ein bekanntes Motiv, welches durch einen Bericht im MDR zu einem kurzzeitigen Star wurde. Der Wasserfall in Blauenthal bei Eibenstock, den ich auch in der Vergangenheit schon des öfterenablichtete, zeigte sich Ende Februar und Anfang März 2018 in vereistem Gewand und bot Eiskletterern eine außergewöhnliche Möglichkeit den Sport auszuüben. Ich widmete mich dem natürlich auf fotografischem Wege. Der erste Versuch führte mich am Nachmittag des zweiten März dorthin, wo allerdings durch den schon erwähnten Bericht im Fernsehen ein wahrer Ansturm von Interessierten mir das Motiv verhagelte. Also begab ich mich einen Tag später am Vormittag erneut dorthin und fand wunderbare Bedingungen vor. Schlussendlich schaffe ich es nun in Phase zwei nach ca. dreieinhalb Monaten dieses Foto in einem Blogbeitrag zu präsentieren :-).

Eisfall Blauenthal
Der vollständig gefrorene Wasserfall in Blauenthal im Winter 2018. Nach einem Bericht darüber im MDR zog es im März tausende Menschen dort hin um den größten sächsischen Wasserfall in diesem Zustand zu sehen. Sonst ist dort eher wenig Betrieb. 17mm, f/11, 1/2.5s, ISO 100

Papststein im Elbsandsteingebirge

Vor einiger Zeit erhielt ich von meinem Bruder die Empfehlung doch einmal den Papststein oberhalb von Gohrisch im Elbsandsteingebirge zu besteigen. Dort böte sich eine großartige Aussicht und eine empfehlenswerte Gastwirtschaft. Beides kann ich nun nach mehrfachen Besuchen durchaus bestätigen. Der letzte Besuch wurde jedoch zielgerichtet mit Fotoequipment bei passendem Wetter abgestattet. Dabei bot sich auch die Gelegenheit, meine neueste Errungenschaft auszuprobieren: das Manfrotto Stativ MK190XPRO3 mit dem Kugelkopf BHQ2.

Papststeinblick
Blick vom Papststein in Richtung Westen zum Sonnenuntergang im Herbst. In der Bildmitte ist die Festung Königstein und rechts der markante Lilienstein zu sehen. 17mm, f/11, 1/4s, ISO 100

Dieses tolle Stativ vom Platzhirsch aus dem wunderschönen Italien ist deutlich schwerer als meine bisherigen Stative. Ja selbst der Kugelkopf allein könnte es schon mit dem Gewicht der bisherigen Billigheimer aufnehmen. Dafür ist das Stativ jedoch besonders steif und damit sehr einfach zu handhaben, da sich beim Positionieren nichts verwindet. Zudem ist der Kugelkopf sehr präzise einzustellen und beim arretieren ändert sich nicht mehr die Position der Kamera. Weshalb meine Wahl jedoch überhaupt auf dieses Stativ gefallen ist, sind zwei besondere Features: 1) Der Panoramakopf und 2) Libellen für die Ausrichtung des Stativs selbst und der Kamera, sowohl im Quer- als auch im Hochformat. Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung, wenn man mit dem doch stattlichen Gewicht der italienischen Präzisionsarbeit klar kommt.

Deshalb hier mein Erstlingswerk mit dem Panoramakopf des neuen Stativs:

Papststeinpanorama
Blick vom Papststein in Richtung Westen zum Sonnenuntergang im Herbst. In der Bildmitte ist die Festung Königstein und rechts der markante Lilienstein zu sehen. 50mm, f/11, 1/6s, ISO 100